Hypnose und Hypnotherapie

Hypnose
- ein altes, wirksames Mittel ohne Nebenwirkungen.
Machen Sie es sich zu nutze, um Ihre Ziele zu erreichen!
Hypnose erleichtert den Zugang zum Unterbewußtsein
Wir werden weit mehr von unserem Unterbewusstsein gelenkt als von unserem bewußten Denken. In der hypnotischen Trance bekommen wir leichter Zugang zu den Bereichen, in denen die Ursachen für belastende Gefühle verborgen sind.
In der Trance befinden wir uns in einem Zustand, in dem wir einen besseren Kontakt zu unseren inneren Bildern und den dazu gehörenden Gefühlen haben. Alte Verletzungen und negative Gefühle, die im Unterbewusstsein gespeichert sind, können dort wieder in Ordnung gebracht werden.
Als "Hypnotherapie" wird die therapeutische Anwendung der Hypnose bezeichnet. Im medizinischen Bereich spricht man von "Klinischer Hypnose".
Lesen Sie hier einen ausführlichen Artikel von meinem Ausbilder Hans-Peter Zimmermann (www.hpz.com) über die
Vorteile der Hypnose,
über Hypnose und Trance
und was Hypnose nicht ist...
und dann können Sie alle Vorurteile gegen Hypnose vergessen.
Vorteile der Hypnose
Wir haben alle schon die Erfahrung gemacht, dass wir mit bloßer Willenskraft nicht unbedingt erreichen, was wir möchten. Denn wenn das so wäre, könnte man problemlos abnehmen, mit Rauchen aufhören, sich nicht mehr über scheinbare Kleinigkeiten ärgern, weniger Stress erleben und vieles mehr. Für viele grundlegende Veränderungsprozesse brauchen wir gezielte Unterstützung, die uns die Hypnosetechniken liefern. Die Hypnose ist im Grunde genommen ein sehr altes und heute wieder modernes Verfahren, dessen Wirksamkeit vielfach empirisch nachgewiesen wurde. Das ist zum Beispiel in zahlreichen Veröffentlichungen von Professor Dr. Dirk Revenstorf vom Psychologischen Institut der Universität Tübingen nachzulesen. Die Hypnose verbindet Körper und Seele wie kein anderes Verfahren und sie erlaubt es, systemische Methoden zu integrieren. Im Trancezustand haben wir einen leichteren und besseren Zugang zu unserem Unterbewusstsein, zu Bildern, Gefühlen und Ressourcen. Letzteres sind Fähigkeiten, die wir besitzen, auf die wir jedoch nicht unbedingt bewusst zugreifen können. Das Unbewusste oder das Unterbewusstsein beherbergt alle Erfahrungen und all unser Wissen, das wir im Laufe unseres Lebens gesammelt haben. In der hypnotischen Trance können die leichter erinnerten Erfahrungen mit neu erlebten Einsichten flexibel und kreativ verknüpft werden. Das ermöglicht uns alte behindernde Verhaltensmuster abzulegen, negative Emotionen abzukoppeln und Blockaden zu lösen.
Je gründlicher wir uns von alten Lasten und Blockaden befreien,
desto mehr Lebensenergie wird uns zur Verfügung stehen und
umso leichter werden wir unsere Lebensziele und Träume verwirklichen können.
Und was verbindet Hypnose mit Trance?
Unter „Hypnose“ wird einerseits das Verfahren verstanden, das es ermöglicht jemanden in Trance zu versetzen
und andererseits wird „Hypnose“ als Synonym für den Trancezustand benutzt.
In der Therapie können wir die hypnotische Trance gezielt nutzen, um gewünschte Wirkungen zu erlangen oder unerwünschtes Verhalten zu verändern. Trance ist im Allgemeinen ein ganz natürlicher
Zustand, der uns täglich widerfährt, ohne dass uns das bewusst ist. Eine leichte Trance erleben wir, wenn wir uns gebannt einen Film ansehen oder wenn wir so sehr in ein fesselndes Buch vertieft
sind, dass wir alles um uns herum vergessen. Vielleicht ist es Ihnen auch schon mal bei einer langen und monotonen Autofahrt passiert, dass Sie jegliches Zeitgefühl verloren haben und Sie sich nicht
mehr an die ganze Strecke erinnern konnten; dann waren sie in einem hypnotischen Trancezustand. Ihr Unterbewusstsein hat Sie „automatisch“ ans Ziel gebracht, ohne dass Sie bewusst auf alle
Einzelheiten geachtet haben. Das sind ganz natürliche Alltagstrancen.
Bei der hypnotischen Trance unterscheidet man drei verschiedene Trancetiefen. Sie werden als leicht, mittel und tief bezeichnet, obwohl die Übergänge hier sehr fließend sind und die Trance auch nicht
immer gleich tief ist. Je tiefer wir in Trance gehen, desto weiter ist das Bewusstsein eingeschränkt, wobei es nie ganz abgeschaltet ist. Selbst bei einer sehr tiefen Trance bekommt das Bewusstsein
noch alles mit, es interessiert sich allerdings nicht mehr für das, was in der Umgebung geschieht.
Für die hypnosystemische Arbeit reicht meist eine leichte Trance.
Und was Hypnose nicht ist...
Der Versuch von Hans-Peter Zimmermann, mit den bescheuerten Hypnose-Vorurteilen aufzuräumen, die von den noch bescheuerteren Hypnose-Shows geschürt werden ;-)
Hypnose, da ist man doch bewusstlos...
"Ich glaube, ich war gar nicht hypnotisiert. Ich habe alles mitbekommen." Ein Satz, den ich nach der ersten
Hypnose-Sitzung immer wieder höre. Die vielen Hypnose-Shows auf Bühnen und im Fernsehen scheinen nicht viel dazu beizutragen, das Phänomen der Hypnose bei der Bevölkerung zu erklären. Insbesondere
die Annahme, Hypnose sei so etwas wie Bewusstlosigkeit, hat sich in den Köpfen vieler Leute offenbar festgesetzt. Umso nachdenklicher stimmt mich die Tatsache, dass mehr und mehr Menschen bereit
sind, sich der "Allmacht" eines Hypnotiseurs auszuliefern, sich in die Bewusstlosigkeit versetzen zu lassen und der Dinge zu harren, die da kommen sollen. Aber dies nur am Rande.
Tatsache ist: Hypnose ist NICHT Bewusstlosigkeit. Auch in Trance ist Ihnen zu jeder Zeit voll bewusst, was abläuft. Oftmals mögen Sie sich im Trancezustand wundern, warum Sie gerade so und nicht
anders geantwortet haben, oder wie Sie ausgerechnet auf diese ausgefallene Idee gekommen sind. Aber das liegt daran, dass in der Hypnose Ihr Unterbewusstsein die Führung übernimmt und das sonst so
dominante Bewusstsein ein wenig in den Hintergrund tritt.
Wenn Ihnen ein Versuchskaninchen nach einer Hypnose-Show erzählt, er oder sie könne sich an nichts mehr erinnern, dann hat der Hypnotiseur sich eines besonders spektakulären hypnotischen Phänomens
bedient: Er hat nämlich Amnesie (= Vergessen) suggeriert, und das Versuchskaninchen hat diese Suggestion offenbar gerne angenommen. Ganz nebenbei: Solche Amnesien sind, wenn sie überhaupt echt und
nicht nur gespielt sind, immer sehr oberflächlich und können innert Sekunden wieder rückgängig gemacht werden. Oder mit anderen Worten: Bringen Sie mir einen Probanden, der behauptet, sich an nichts
erinnern zu können, und ich werde ihn in kürzester Zeit dazu bringen, dass er mir von A bis Z alles beschreibt, was während der Show abgelaufen ist.
Wenn nicht Bewusstlosigkeit, was dann?
Es gibt mindestens acht verschiedene Theorien darüber, was Hypnose ist und warum sie funktioniert. Ja, einige Experten vertreten sogar die
sogenannte Non-State-Theorie, nach welcher Hypnose gar nicht existiere, sondern lediglich ein Gefallen sei, den der Hypnotisand dem Hypnotiseur erweise.
Hypnose ist nach meiner Auffassung ein veränderter Bewusstseinszustand, in welchem das Unterbewusstsein (der eigentliche Motor und Motivator des Menschen) besser ansprechbar ist. Es braucht dazu in
erster Linie etwas, was der Hypnose-Experte Rapport nennt. Rapport nennt man in der Hypnose das gegenseitige Vertrauensverhältnis zwischen Hypnotiseur und Hypnotisand. Mit anderen Worten: Beide
müssen die Hypnose wollen, beide müssen sich einig sein über die Ziele der Sitzung, und vor allem muss der Hypnotisand daran glauben, dass der Hypnotiseur die nötige Kompetenz besitzt. Wenn diese
Voraussetzungen gegeben sind, wird man feststellen, dass ein sogenanntes Leading stattfindet. In der Therapie äußert sich das beispielsweise so: Ein Klient erzählt von einem Autounfall, den er
erlitten hat, und in dessen Anschluss er zwei Tage lang im Koma lag. Ich fordere ihn auf, mir zu schildern, was während der zwei Tage im Koma alles geschehen ist. Er antwortet, er wisse es nicht. Ich
sage: "Auf drei ist das Koma aufgehoben, und du kannst mir genau schildern, was geschehen ist. Eins, zwei, drei." Der Klient wird meiner Aufforderung Folge leisten und sämtliche Vorfälle schildern
können. Auf meine Suggestion (Suggestion = Vorschlag) hin hat er das hypnotische Phänomen der Hypermnesie (= Übererinnern) produziert. Das ist für mich eines der Zeichen dafür, dass ich Rapport
habe.
Wo ist denn der Rapport bei der Bühnen-Hypnose?
Ich habe Ihnen ja gesagt, was es braucht, damit Hypnose funktioniert:
1) Ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis zwischen Hypnotiseur und Hypnotisand.
2) Eine Einigkeit über die Ziele der Sitzung.
Der Bühnen-Hypnotiseur geht davon aus, dass die Freiwilligen, die sich für die Hypnose-Show melden, ihm vertrauen (sonst sind sie blöd, wenn sie sich melden!), und dass man sich auch einig ist über
die Ziele der Sitzung, nämlich:
a) etwas Ausgefallenes erleben,
b) die eigenen Grenzen überwinden (notfalls mit der Entschuldigung, man sei hypnotisiert gewesen und hätte keine Ahnung gehabt, was geschehen sei),
c) das Publikum zum Staunen und zum Lachen bringen.
Um sicher zu sein, dass er tatsächlich die richtigen Leute auf der Bühne hat, wird der Show-Hypnotiseur entweder ein paar Suggestibilitäts-Tests durchführen und die ungeeigneten Personen wieder an
ihren Platz schicken, oder er wird seine Show mit ganz einfach zu befolgenden Suggestionen beginnen und dann mit denjenigen Personen weitermachen, die sich als besonders suggestibel herausgestellt
haben. Die besten Versuchskaninchen für Hypnose-Shows sind Menschen mit hysterischer respektive histrionischer Charakterstruktur, die überaus suggestibel sind und genau wissen, wie man einen guten
Hypnotisanden spielt.
Tatsache ist und bleibt: Jeder, der bei einer Bühnenshow mitmacht, ist mit einem Teil seines Bewusstseins immer präsent und weiß haargenau, was geschieht. Die Show-Atmosphäre und der Gruppendruck
sorgen dafür, dass er sich so verhält, wie es der Hypnotiseur vorschlägt (=suggeriert). Aber auch das hat selbstverständlich seine Grenzen: Würde ein Show-Hypnotiseur suggerieren, dass die
Versuchsperson nackt auf die Strasse läuft, dann wäre der Rapport gebrochen. Es sei denn, die Versuchsperson hat exhibitionistische Züge und wollte schon lange mal einen guten Vorwand haben, um nackt
auf der Strasse herumzulaufen.
Aber in Filmen sieht man doch immer...
Vieles von dem, was Sie bezüglich Hypnose aus Filmen kennen, gehört in den Bereich der Glupschaugen-Horst-Idylle (Sprich: Derrick) und bedarf keines weiteren Kommentars.
Ich will jedoch hier auch nicht die Möglichkeiten zum Missbrauch der Hypnose verharmlosen. Denn wir alle wissen, dass es Sekten gibt, die mit hypnotischen Techniken ihre Schäfchen langsam und
unmerklich einer Gehirnwäsche unterziehen. Allerdings sagt dort keiner: "Komm', setz dich hin und schließ die Augen, wir machen jetzt Hypnose." Nein, die Gehirnwäsche findet mit offenen Augen, im
ganz normalen Gespräch, mit so genannten hypnotischen Sprachmustern statt.
Mein Gratis-Buch zum Thema "Hypnotische Sprachmuster im Alltag" können Sie hier herunter laden:
http://www.hpz.ch/formulare/hypnoseform/hypbest.html
Mich kann man nicht hypnotisieren...
Wenn Sie das sagen, haben Sie auf der einen Seite recht: Wenn Sie mit dieser Einstellung zu mir in eine Therapie kommen, haben wir keinen Rapport
und ich werde bei Ihnen nicht viel ausrichten können. Auf der anderen Seite verrät dieser Ausspruch, wie wenig Sie von Hypnose verstehen. Ich garantiere Ihnen: Jeden Abend, wenn Sie vor dem Fernseher
sitzen, bewirkt allein die Fixation des Bildschirms, dass Sie in eine leichte bis mittlere Trance gehen und Ihr Unterbewusstsein erhöht ansprechbar ist. Die Frage ist nur, ob die Suggestionen, die
Sie sich da tagtäglich reinziehen, Ihrem Unterbewusstsein nicht eher schaden als nützen.
Gewöhnen Sie sich bitte daran, dass Hypnose ein natürlicher und alltäglich auftretender Zustand ist. Je mehr Sie darüber wissen, desto mehr können Sie davon
profitieren.
